Kapitel 2

Grußwort

von Dr. Bärbel Kofler, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

Parlamentarische Staatssekretärin Dr. Bärbel Kofler | © SPD/ Maximilian König

Liebe Bündnismitglieder, liebe Leser*innen, 

das Jahr 2024 hat die internationale Entwicklungszusammenarbeit erneut vor vielseitige Herausforderungen gestellt. Die Wiederwahl von Präsident Donald Trump in den USA und damit einhergehende Veränderungen, wie die Auflösung der US-Entwicklungsbehörde USAID, zeigen schon jetzt globale Auswirkungen und werden insbesondere in einigen der ärmsten Länder gravierende Folgen nach sich ziehen. In dieser unberechenbaren und von Krisen geprägten Zeit braucht es die internationale Zusammenarbeit mehr denn je. Nur mit vereinten Kräften können die aktuellen Konflikte und globalen Herausforderungen bewältigt werden. Vor allem aber braucht es in dieser Zeit einen hoffungsvollen Blick nach vorne, und als Antwort auf Aussagen wie “America First” ein kollektives “Europe United” oder sogar “World United”.  

Als Multi-Stakeholder-Initiative haben Sie, das Bündnis, dies längst erkannt und mit Ihrem Statement: “Weil wir gemeinsam mehr erreichen” die passende Antwort parat. Seit mittlerweile einem Jahrzehnt zeigen Sie als Textilbündnis, wie eine starke Allianz notwendige Veränderungen vordenken und in der Praxis erproben kann. Als Vertreter*innen und Kenner*innen der deutschen Textilbranche arbeiten Sie Hand in Hand, um die sozialen und ökologischen Bedingungen in der Lieferkette zu verbessern, den Möglichkeitsraum auszuloten und zu erweitern.  

Ihre Arbeit in Projekten vor Ort hat wiederholt gezeigt: Zukunftsfähige Lösungen benötigen gemeinsames Engagement, internationale Partnerschaften und die Zusammenarbeit mit lokalen Gewerkschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen und insbesondere den Arbeiter*innen vor Ort. 

Ein Höhepunkt des Jahres war die Unterzeichnung der Absichtserklärung zur „Stärkung von lokalen Gewerkschaften und lokalen NROs als legitime Vertretung von Rechteinhaber*innen” durch eine Vorreitergruppe aus Unternehmen, Standardorganisationen, Nichtregierungsorganisationen, der Gewerkschaft ver.di und dem BMZ, im Rahmen der Jubiläumsfeier. Sie wird von einer Vielzahl von Bündnismitgliedern getragen und bekräftigt die Notwendigkeit, Gewerkschaften und Nichtregierungsorganisationen in Produktionsländern als legitime Vertretung von Rechteinhaber*innen anzuerkennen und ihre Perspektiven inklusiv und partizipativ in die Bündnisarbeit einzubringen.  

Ich möchte alle Bündnismitglieder ermutigen, auch in Zukunft Verantwortung zu übernehmen und gemeinsam an innovativen Lösungen für faire Lieferketten zu arbeiten. Indem wir die Stimmen der Menschen vor Ort ernst nehmen und ihre Perspektiven systematisch einbeziehen, können wir echte, strukturelle Veränderungen erreichen. 

Ich danke Ihnen herzlich für Ihr Engagement – und freue mich darauf, diesen Weg auch in Zukunft gemeinsam mit Ihnen zu gehen. 

Mit freundlichen Grüßen

Kapitel 1
Vorwort
Kapitel 3
Das Textilbündnis 2024 in Zahlen – ein Rückblick